Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten steht die Lebensraumnutzung verschiedener Fledermausarten unter Berücksichtigung der Lebensraumfaktoren, des Geschlechts und Alters und der sozialen Aggregation. Im Besonderen werden der Große Abendsegler und die Wasserfledermaus im Philosophenwald in Gießen untersucht. Der 20 ha große Buchen-Eichenbestand hat aufgrund der fehlenden forstlichen Nutzung und der bis zu 250-jährigen Bäume einen enormen Totholzanteil und weit mehr als 500 Baumhöhlen.

Einzelaspekte der Untersuchungen sind:

Jagdaktivität von Wasserfledermäusen in Abhängigkeit der unterschiedlichen Nahrungsdichte, des Jahresabschnitts sowie des Geschlechts und Alters

Konkurrenzverhalten im Jagdgebiet

Populationsdynamik einer Wochenstubengesellschaft
der Wasserfledermaus

Vergleich der Lebensraumnutzung unterschiedlicher Kolonien
in Abhängigkeit von Geschlecht und exogenen Landschaftsfaktoren

sowie

Ökologie und Besiedlungsdynamik von Baumhöhlen

Winterschlafverhalten und Migrationsdynamik von Großen Abendseglern

Verhalten von Abendseglern am Quartier

Für die Untersuchungen werden eine Vielzahl unterschiedlicher Methoden angewandt:

Telemetrie, Markierung von Tieren mit Knicklichtern, Fang und individuelle Markierung mit Unterarmklammern, Infrarot-Video-Aufzeichnung